St.Nikolaus Hospital Wallerfangen

St. Nikolaus Hospital Wallerfangen
Dem Menschen dienen - seit 1857

Hospital-Info : Unser Leitbild

Vorwort
Das St. Nikolaus-Hospital ist eine überschaubare, sozial-caritative Einrichtung der Adolf von Galhau'schen Sophienstiftung. Gelegen an der deutsch-französischen Grenze im Herzen Europas blicken wir auf eine fast 150-jährigeTradition zurück. Diese wird getragen durch das kontinuierliche und gemeinsame Wirken der Stifterfamilie, der Ordensschwestern vom hl. Karl Borromäus, der Mitarbeiter und der Kirchen- und Ortsgemeinde. Der Auftrag des Stifters, den Schwächsten der Gesellschaft zu helfen, ist für uns weiterhin Verpflichtung. Er manifestiert sich in Einrichtungen zur Hilfe für Kinder sowie für alte, kranke und bedürftige Menschen. Leitlinie unseres Handelns ist dabei die Subsidiarität, die Hilfe zur Selbsthilfe. An der Schnittstelle zwischen Tradition und Veränderung schätzen wir die tragende Sicherheit und Geborgenheit im familiären Umgang. Dabei sind wir offen und interessiert an einer zeitgemäßen, teamorientierten Kultur und an fortschrittlichen Betreuungs- und Behandlungskonzepten. Unsere Vision ist die permanente Fortentwicklung unserer Kompetenz, unter anderem durch ein verstärktes Zusammenwirken der einzelnen Fachbereiche. Kooperationen im zusammenwachsenden Europa streben wir an. Auf dem zunehmend im Fluss befindlichen Markt sind die Sicherung des Standortes und damit der Erhalt unserer Arbeitsplätze unser Ziel. Jeder trägt durch verantwortungsvolles und wirtschaftliches Handeln dazu bei. Zeitlos ist unser Bewusstsein, dass der Dienst am Nächsten eine Gelegenheit zu persönlicher und spiritueller Entwicklung ist. Wir alle sind bereit, unser Handeln an den beschriebenen Leitsätzen messen zu lassen und verpflichten uns miteinander zu Achtsamkeit, sollten wir den gemeinsam eingeschlagenen Pfad einmal verlassen oder uns im Dickicht des Alltags verirrt haben. Hierbei gilt es, kontinuierlich Bestehendes und Neues zu überprüfen, selbstkritisch zu reflektieren, umzusetzen und zu pflegen. Das vorliegende Leitbild ist Ziel und Wegbeschreibung zugleich.



Christlich handeln
Wir haben Ehrfurcht vor dem Leben in all seinen Phasen und Erscheinungsformen. Jeder Mensch ist ein einmaliges Geschöpf Gottes. Seine Würde ist unantastbar. Wir achten alle Menschen als Persönlichkeit und begegnen ihnen mit Wertschätzung, Respekt und Toleranz - unabhängig von Religion, Volkszugehörigkeit, Geschlecht, Alter und gesellschaftlichem Ansehen.

„Gott schuf den Menschen als sein Abbild“
(Gen. 1,27)

Das christliche Gebot „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“; ist uns Verpflichtung. Der Grundgedanke ist, den Menschen so zu behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen. Unser Selbstverständnis, „Dem Menschen dienen“, bedeutet für uns, für unsere Nächsten da zu sein, wenn sie unsere Hilfe benötigen.

„Und wie ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen,
also tut ihnen gleich auch ihr.“
(Lukas 6,31)

Die Seelsorge als Grundhaltung hat aus dem Glauben an Gott und dem Verständnis des christlichen Menschenbildes in unserer Dienstgemeinschaft einen hohen Stellenwert. Sie trägt Sorge für die uns anvertrauten Menschen, Ihre Angehörigen und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Sie begleitet und berät in Glaubens- und Lebensfragen sowie im beruflichen Alltag. Alle in unserer Stiftung Tätigen sind aufgerufen, an der Verwirklichung dieses Anspruchs aktiv mitzuwirken.

„Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei;
aber die Liebe ist die größte unter ihnen.“
(1. Korinther 13,13)



Menschlich handeln
Der Mensch steht im Mittelpunkt unseres Handelns.
Unser Blick ist immer auf den „ganzen Menschen“ gerichtet; seine Würde zu achten ist unser oberstes Ziel. Wir respektieren jeden Menschen in seiner Individualität, mit seinen Stärken und Fähigkeiten, seinen Grenzen, seiner Zerbrechlichkeit, Verletzbarkeit und Endlichkeit. Wir sind dem Menschen zugewandt und begegnen ihm mit Aufmerksamkeit, Respekt und Wertschätzung. Wir haben den Anspruch, eine professionelle und qualitativ hochwertige Behandlung, Betreuung und Begleitung zu gewährleisten. Wir gestalten für unsere Patienten und Bewohner eine sichere und vertrauensvolle Umgebung, in der ein möglichst eigenständiges, eigenverantwortiches, kreatives und soziales Handeln erreichbar ist.
Durch individuelle Angebote tragen wir zur Verbesserung der Lebensqualität bei. Unsere Arbeit verstehen wir als Hilfe zur Selbsthilfe. In unserem Kinderheim schaffen wir eine Atmosphäre von Liebe und Geborgenheit. In der Weggemeinschaft mit den Kindern treten wir für ihre Rechte ein und bereiten sie auf ein glückliches und selbständiges Leben vor. Die Angehörigen sind uns herzlich willkommen. Wir suchen die Zusammenarbeit mit ihnen, weil wir wissen, dass sie für die Wiedereingliederung bzw. das Wohlbefinden unserer Patienten, Bewohner und Kinder eine wichtige Rolle übernehmen können. Sterben verstehen wir als Teil des Lebens. In der letzten Lebensphase stehen wir den uns Anvertrauten zur Seite und begleiten sie auf ihrem Weg.



Gemeinschaftlich handeln
Ordensschwestern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aller Hierarchieebenen und Berufsgruppen bilden unsere Dienstgemeinschaft. Qualifizierte und freundliche Mitarbeiter sind unser wertvollstes Kapital. Sie bilden das Fundament für unsere caritative, weltoffene Einrichtung. Unser Umgang miteinander ist geprägt durch offene Kommunikation, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung. Wir sind bereit zu sachlicher Auseinandersetzung, konstruktivem Dialog und kritischer Selbstreflexion. Transparenz prägt unser Handeln. Wir sind davon überzeugt, das kreative Potential und das Engagement unserer Mitarbeiter am ehesten durch einen kooperativen Führungsstil zur Entfaltung zu bringen. Die Arbeit im Team hat für uns hohe Priorität. Zu unserer Führungskultur gehört auch eine exakte Beschreibung dessen, was vom einzelnen Mitarbeiter gefordert wird bzw. wozu wir uns alle verpflichtet wissen. Bei aller Ernsthaftigkeit unserer Arbeit wird auch dem Ausdruck von Lebensfreude ein gebührender Platz eingeräumt. Wir fordern und fördern die fachliche und persönliche Entwicklung eines jeden Mitarbeiters. Die Teilnahme an externen und internen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen wird gezielt unterstützt. Wir setzen auf individuelle Kreativität am Arbeitsplatz, insbesondere wenn dadurch Arbeitsabläufe verbessert werden. Unsere Dienstgemeinschaft hat sich dem Leitsatz „Dem Menschen dienen“ verpflichtet. Voraussetzung hierfür sind gegenseitiges Geben und Nehmen, Loyalität und der Wille, auch in schwierigen Zeiten füreinander einzustehen. Die Identifikation mit unserem christlichen Auftrag und die Bereitschaft, unsere Zukunft werteorientiert zu gestalten, sind für uns Verpflichtung und Verantwortung zugleich.

Verantwortlich handeln
Wir erkennen die Rahmenbedingungen im Umgang mit Gesellschaft und Umwelt und gestalten sie aktiv mit.
Die Arbeit sowie die Weiterentwicklung unserer Einrichtung werden stark von wechselnden gesellschaftlichen, staatlichen wie auch kirchlichen Strömungen und Rahmenbedingungen beeinflusst. Diese zu erkennen und aktiv mitzugestalten, ist für uns als Einrichtung und als Einzelner ein wesentlicher Auftrag, auch in der Rolle des Anwalts der uns Anvertrauten. Die Grundvoraussetzung dafür ist ein klares Bekenntnis zur demokratischen Ordnung unseres Gemeinwesens. Diese gibt Rechtssicherheit und gewährleistet Achtung und Förderung der Menschenrechte. Unsere Einrichtung ist in die Systeme des Gesundheits- sowie Sozialwesens eingebunden und leistet einen wichtigen Beitrag im Rahmen ihrer Aufgabenstellung. Hieraus ergibt sich für uns die Verpflichtung, mit unseren Partnern und gesellschaftlichen Gruppierungen konstruktiv zusammen zu arbeiten. Wir betreiben eine aktive Informationspolitik und fördern das Vertrauen durch einen offenen Dialog. Vortragsveranstaltungen und Fortbildungen für Fachkräfte, Angehörige und Laien, Tage der offenen Tür, öffentliche Kultur- und Sportveranstaltungen sollen unter anderem helfen, die Akzeptanz unserer Einrichtung über unsere räumlichen Grenzen hinweg zu festigen. Wir pflegen die Kooperation mit unseren Orts- und Kirchengemeinden. Ehrenamtliches Engagement unserer Mitarbeiter in Vereinen, Verbänden und Gremien wird unterstützt und gefördert. Als Arbeitgeber und Ausbildungsträger werden wir im Rahmen der uns gegebenen Möglichkeiten weiterhin ein verlässlicher Partner in der Region sein. Gemäß unserem christlichen Grundauftrag fühlen wir uns als Einrichtung und auch persönlich zu umweltgerechtem Handeln und gesundheitsbewusster Lebensführung verpflichtet. Die Schöpfung ist als die uns gegebene natürliche Lebensgrundlage zu bewahren. Wir verstehen gelebten Umweltschutz nicht nur in der Erfüllung gesetzlicher Vorgaben. Er beginnt bereits mit dem sparsamen und achtsamen Umgang mit Ressourcen wie Energie und Wasser bis hin zu einer umweltschonenden Abfallbewirtschaftung. Bei allen Maßnahmen werden neben den ökonomischen auch die ökologischen Auswirkungen beachtet. Dies zu verwirklichen, ist ein ständiger Anspruch an unsere Dienstgemeinschaft. Aufgabe aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist es, im kritischen Dialog und im täglichen Handeln dafür einzustehen.

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