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Rituale und Brauchtum

Gerade junge Menschen brauchen Erfahrungen und Erlebnisse im Umgang mit verlässlichen Ritualen, Werten und Traditionen. Rituale geben dem Alltag Orientierung und können der Erhaltung des seelischen bzw. spirituellen und sozialen Gleichgewichts dienen. Die Wiederholung von gleichförmigen Handlungen kann die emotionale Sicherheit fördern und gleichzeitig auch den Aufbau kognitiver Ordnungsbildung unterstützen. Brauchtum, Traditionen und Rituale, das gemeinsame Tun – all dies spielt eine wichtige Rolle, um Geborgenheit und Halt zu vermitteln und das Wir-Gefühl zu stärken.
Im Vordergrund steht dabei die Förderung der Selbstständigkeit und Autonomie durch die Einbindung in alle Alltagsprozesse.

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Für die gesunde Entwicklung der jungen Menschen sind gleichbleibende Rituale, Werte und Normen einer Gruppe sehr bedeutsam. Vor allem die ganz normalen Dinge, die der Tagesablauf mit sich bringt, geben vielfältige Möglichkeiten, soziale Umgangsformen und lebenspraktische Tätigkeiten zu erlernen. Wiederkehrende Alltagsstrukturen werden für die Kinder und Jugendlichen zu wichtigen Orientierungspunkten: feste Tagesplanung, Hausaufgabenzeit, Transparenz der Gruppen- und Hausregeln, Beteiligung, Rituale, Zuwendung, hauswirtschaftliche Aufgaben u.v.m.

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Vor allem die gemeinsamen Mahlzeiten spielen in unserer Gruppenstruktur eine sehr wichtige Rolle. Durch die Mahlzeiten wird der Tagesablauf strukturiert – eine einfache Gliederung, die Kindern meist bekannt ist und auf die sie sich schnell einlassen. Gemeinsames Essen bietet Raum für Kommunikation und schafft Zusammenhalt. Kurz: Die therapeutische und gruppenpädagogische Bedeutung des gemeinsamen Essens liegt auf der Hand.

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Ein weiterer Schwerpunkt unserer pädagogischen Arbeit ist die Gestaltung der persönlichen und kirchlichen Feste und Feiern.

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Darüber hinaus hat jedes Kind, jeder Jugendliche sein eigenes, ganz persönliches Ritual beim Zubettgehen. Besonders am Anfang des Aufenthalts helfen diese Rituale dabei, die Unsicherheit in der fremden Umgebung zu nehmen, indem sie etwas Vertrautes schaffen (besonders dann, wenn persönliche Dinge eingebunden werden). Auch später dient dieses sehr persönliche Ritual als Sicherheitserfahrung und Orientierungspunkt, auf den sich die jungen Menschen verlassen können.

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Genau wie die persönlichen Rituale macht die feste Struktur, die durch Gruppen- und Hausregeln unterstützt wird, einen wesentlichen Bestandteil unseres pädagogisch- therapeutischen Milieus aus. Auch das Kinderleitbild sowie die Gruppenregeln tragen zur Strukturierung und Orientierung bei.